Gehalt
Fahrzeugtechnikerinnen und Fahrzeugtechniker haben sehr gute Berufsaussichten. Als Teil des Ingenieurswesens bietet dieses Berufsfeld gute Gehaltschancen und bei einer entsprechenden Qualifikation sehr gute Karrierechancen. Denn gegenüber Maschinenbauern haben die spezialisierten Fachkräfte der Fahrzeugtechnik im Autoland Deutschland sowie international einen Wettbewerbsvorteil.
Absolventinnen und Absolventen können mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von ca. 45.000 Euro im Jahr rechnen. Der Unterschied zwischen Bachelor- und Masterabschluss ist dabei spürbar und zeigt sich besonders deutlich bei Stellen, die Spezialkenntnisse erfordern. Ein Unterscheid von mehreren Tausend Euro im Jahr ist üblich. Die Branche ist ebenfalls entscheidend. Autobauer zahlen ca. 48.000 Euro im Durchschnitt, die Zulieferindustrie nur ca. 42.000 Euro. Wie in vielen anderen Bereichen gilt außerdem: Je größer das Unternehmen, desto besser sind die Gehaltschancen.
Mit steigender Berufserfahrung klettern die Gehälter deutlich nach oben. Bereits nach ca. drei Jahren können die Fachkräfte der Fahrzeugtechnik mit einem Anstieg um ca. 10.000 Euro im Jahr rechnen. In Führungspositionen ab Projektleiterebene sind Gehälter im sechsstelligen Bereich möglich.
Arbeitsgestaltung
Ein Studium der Fahrzeugtechnik ist die Eintrittskarte in die Welt der Automobilbranche. Häufig sind die Absolventinnen und Absolventen echte Pioniere, die viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit leisten. Eines der Ziele ist es, einen optimalen Einklang von Technik, Kundenzufriedenheit und Umwelteffekten zu schaffen. Solche Herausforderungen machen den Job bei einem Autobauer oder Zulieferer so spannend. Wie in jedem Beruf gibt es Vorgaben, die zu erfüllen sind. Wer aber in Abteilungen wie Fahrzeugdesign oder Antriebstechnik arbeitet, hat viel Gestaltungsspielraum beim Suchen innovativer Lösungen und Entwickeln neuer Ansätze. Das Optimieren von Teilen am Fahrzeug, die Entwicklung neuer Ideen und die gemeinsame Arbeit im Team bedeuten für viele Fahrzeugtechnikerinnen und -techniker eine große Zufriedenheit.
Üblicherweise arbeiten die Absolventinnen und Absolventen in der Automobilbranche. Diese gehört zum Metallbereich, dessen Arbeitszeiten zumindest theoretisch sehr reglementiert sind. Dennoch werden die Fahrzeugtechnikerinnen und -techniker bei den häufigen Projektarbeiten Mehrarbeit leisten müssen, die nicht immer mit Freizeit auszugleichen ist. In Führungspositionen wird ohnehin ein überdurchschnittliches Engagement gefordert. Auch Schichtdienst ist üblich.
Einzelne Absolventinnen und Absolventen werden in anderen Bereichen arbeiten. Arbeitgeber wie der TÜV oder der ADAC sind nur zwei Alternativen, die einen anderen Ansatz verfolgen. In diesem Arbeitsfeld optimieren die Absolventinnen und Absolventen nicht, sie analysieren, begutachten und decken Schwächen auf. Diese Kontrollarbeit ist ebenfalls sehr ansprechend, da die Fahrzeugtechnikerinnen und -techniker über die "Testinstanz" Produktschwächen entdecken und damit indirekt verbessern. Das trägt zu mehr Sicherheit und einer größeren Kundenzufriedenheit bei und ist für einige Fachkräfte ein großer Arbeitsanreiz. Ähnliche Gestaltungsmöglichkeiten haben freie Sachverständige, die zusätzlich ihr eigenes Unternehmen aufbauen können.
Ablauf und Dauer des Fernstudiengangs Fahrzeugtechnik
Der Bachelor-Fernstudiengang Fahrzeugtechnik ist in der Regel auf 42 Monate (sieben Semester) ausgerichtet. Studierende können aber durch ein schnelleres Lerntempo und durch Anrechnen von Vorleistungen die Dauer auf 36 Monate reduzieren. Auch eine - meistens kostenlose - Verlängerung ist möglich: Durch ein Halbieren der Inhalte kann das Studium auf 72 Monate gestreckt werden. Damit ist das Fernstudium ideal für Berufstätige geeignet, die sich in diesem Bereich akademisch qualifizieren möchten.
Die Fernhochschulen vermitteln die Inhalte mit Arbeitsmappen oder über Online-Angebote wie Online-Seminare. Zusätzlich müssen Studierende jedes Semester Prüfungen in Form von Klausuren in den Räumen der Hochschule ablegen.
Fahrzeugbau ist eine sehr an der Praxis orientierte Disziplin. Daher fordern die Hochschulen in der Regel auch im Fernstudium Praktika sowie die Teilnahme an Projektwochen. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich allerdings je nach Fernhochschule.
Am Ende des Studiums steht die Bachelor-Arbeit. Nach den erfolgreich bestandenen darauf aufbauenden Prüfungen dürfen die Absolventinnen und Absolventen den Titel Bachelor of Engineering (B.Eng.) tragen.