Eine gezielte Weiterbildung oder Umschulung, die die Interessen und den Bedarf der Teilnehmer/-innen trifft, kann eine wirksame Maßnahme sein, um die eigene Position auszubauen oder zu verbessern. Dabei muss sich das „Lohnenswerte“ gar nicht immer in höheren Gehaltszahlungen ausdrücken: Lohnen kann sich eine Weiterbildung, Umschulung oder ein Studium auch dann, wenn sie zu größerer Zufriedenheit im Job führt, wenn sie den Teilnehmenden dazu verhilft, routinierter mit alltäglichen Aufgaben im Beruf umzugehen, oder wenn sie dazu beiträgt, den eigenen Aufgabenbereich positiv zu verändern.
Weiterbildungen & Umschulungen
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BKF - Beschleunigte Grundqualifikation für Umsteiger nach EG 2003/59 §3 - Personenverkehr / IHK / Bus Fahrer / Berufskraftfahrer
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BKF - Beschleunigte Grundqualifikation nach EG 2003/59 §3 - Güterverkehr / LKW Fahrer / Berufskraftfahrer
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BKF - Weiterbildung
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BKF - Weiterbildung 35 Stunden "Module"
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BKF Berufskraftfahrerweiterbildung LKW/Bus nach BKrFQG Module
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BKF Beschleunigte Grundqualifikation LKW
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BKF Modul 4 Arbeitsschutz unterwegs
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BKF Weiterbildung
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BKF Weiterbildung
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BKF Weiterbildung
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BKF Weiterbildung - Modulschulungen (5 Module) für Güterverkehr LKW
- Parego GmbH · München
BKF Weiterbildung - Modulschulungen (5 Module) für Personenverkehr BUS
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BKF Weiterbildung 5 Module gem. BKrFQV/ G
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BKF Weiterbildung BUS 1 Tag
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- Abschluss
- Zertifikat
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- Vollzeit
Das Gesetz über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güterkraftverkehr (Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz BKrFQG) gilt zum Zwecke der Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr und wurde im August 2006…
Weiterbildung in Deutschland: Formen, Kosten & Förderung
Weiterbildung ist der Schlüssel, um im Beruf am Ball zu bleiben, aufzusteigen oder sich neu zu orientieren. Im WuU.de-Verzeichnis vergleichst du Kurse, Lehrgänge und Fernstudiengänge transparent nach Berufsfeld, Abschluss, Dauer, Lernform und Förderfähigkeit.
| Form | Typisches Ziel | Dauer |
|---|---|---|
| Anpassungsfortbildung | Wissen aktuell halten | Tage bis Wochen |
| Aufstiegsfortbildung | Fachwirt, Meister, Techniker | Monate bis 2 Jahre |
| Zertifikatslehrgang | Anerkanntes Zertifikat (z. B. IHK) | Wochen bis Monate |
| Umschulung | Neuer Beruf mit Abschluss | ca. 2–2,5 Jahre |
| Sprachkurs | Sprachkompetenz, Zertifikat | flexibel |
Welche Förderung passt zu mir?
- Arbeitsuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht? → Bildungsgutschein (Maßnahme und Träger zugelassen; Bewilligung durch Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter).
- Aufstieg geplant (Meister/Fachwirt)? → Aufstiegs-BAföG.
- Beschäftigt und im Job qualifizieren? → Qualifizierungschancengesetz.
- Geringes Einkommen in NRW? → Bildungsscheck (regional, je nach Wohn-/Arbeitsort).
Tipp
Häufige Fragen zur Weiterbildung
Was zählt alles als Weiterbildung?
Unter Weiterbildung fallen Anpassungsfortbildungen (aktuelles Wissen auffrischen), Aufstiegsfortbildungen (z. B. Fachwirt, Meister, Techniker), Zertifikatslehrgänge, Seminare, Sprachkurse und Umschulungen. Sie kann in Vollzeit, berufsbegleitend, online oder im Fernunterricht stattfinden.
Was kostet eine Weiterbildung?
Die Spanne ist groß – von wenigen Hundert Euro für ein Seminar bis zu mehreren Tausend Euro für lange Lehrgänge. Mit Förderungen wie dem Bildungsgutschein oder Aufstiegs-BAföG lässt sich ein großer Teil oder die gesamte Summe finanzieren.
Kann ich Weiterbildung und Beruf verbinden?
Ja. Viele Angebote sind berufsbegleitend organisiert – als Abend-/Wochenendkurse, Online-Weiterbildung oder Fernunterricht. Über den Filter „Lernform“ findest du gezielt zeitlich flexible Formate.
Weiterbildung: Formen, Dauer, Förderung und Nutzen im Überblick
Warum ist Weiterbildung wichtig?
Eine Weiterbildung versteht sich als ein Bildungsvorgang, in dem die Kenntnisse innerhalb einer bereits vorhandenen beruflichen Ausbildung vertieft oder erweitert werden. Dem voraus gehen frühere Bildungsphasen und die Tätigkeit in einem Beruf. Somit handelt es sich bei einer Weiterbildung um den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen zu einem bereits bestehenden Fundus.
Im Berufsleben sowie in der Erwachsenenbildung nimmt die Weiterbildung einen hohen Stellenwert ein. Die Arbeitswelt unterliegt ständigen Veränderungen und stetigen Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft sowie der Technik, sodass eine Weiterbildung unabdingbar ist und meist einen großen Teil des Arbeitsalltags darstellt. Zudem erhöht eine Weiterbildung häufig die Chancen bezüglich der Beschäftigungssicherung, der Herausforderungen im Job sowie der Aufstiegschancen.
So sind aufgrund der rasanten Entwicklungen meist weder die private noch die berufliche Entwicklung langfristig und bis ins Detail planbar. Einerseits können private Gründe dazu führen, sich auch beruflich anderweitig zu orientieren; andererseits kann es die bisherige berufliche Tätigkeit sogar zwingend erfordern, sich weiterzuentwickeln oder fortzubilden, da die momentane Tätigkeit ansonsten nicht weiter ausgeführt werden kann.
Welche Vorteile bietet eine Weiterbildung?
Nach einer Ausbildung immerwährend die gleiche Tätigkeit auszuüben, ist in der heutigen Zeit nur noch schwer vorstellbar. Fachliche und berufliche Kompetenzen sind wichtige Bausteine, um Unzufriedenheit und auch schließlich Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Teamorientiert und projektbezogen zu arbeiten setzt zwar häufig eine Ausbildung voraus, erfordert jedoch auch Kompetenzen hinsichtlich einer bestimmten Fachrichtung. Gefragt sind Team- und Anpassungsfähigkeit sowie Wille und Motivation, sich neue Sachverhalte zu erschließen und zu erlernen und dabei als Fach- oder Führungskraft besondere, individuelle Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse einzubringen. Weiterbildungen verschiedenster Art bieten hierbei deutliche Vorteile und erweitern den beruflichen Horizont zum Teil in hohem Maße.
Zudem kann eine Weiterbildung die beruflichen Aufstiegschancen erhöhen oder den Wechsel des Arbeitsumfeldes erleichtern. Damit verbunden ist häufig auch die Übernahme von mehr Verantwortung – und unter Umständen ein höheres Gehalt, wenn aufgrund einer speziellen Weiterbildung eine Führungsposition eingenommen werden kann. Auch die Wiedereinstiegschancen in den Berufsalltag für vorübergehend Arbeitslose oder Eltern nach der Familienphase können mithilfe einer Weiterbildung steigen.
Was zählt alles zur beruflichen Weiterbildung?
In fast jeder Branche werden berufliche Weiterbildungen angeboten. In manchen Bereichen sind regelmäßige Fortbildungen sogar vorgeschrieben – beispielsweise für Ärztinnen und Ärzte oder für Beschäftigte, die Kenntnisse im Strahlenschutz nachweisen müssen.
Unterschieden werden mehrere Formen der beruflichen Weiterbildung: Habilitationen, ärztliche Weiterbildungen, Meisterprüfungen, Masterstudiengänge und Abschlüsse zu staatlich geprüften Betriebswirten, Technikern oder Gestaltern zählen ebenso dazu wie interne Schulungen eines Unternehmens, Seminar- und Workshopangebote, autodidaktische Weiterbildung, E-Learning, Fernkurse, der Erwerb einer Zusatzqualifikation oder die berufsbegleitende Weiterbildung. Auch wer nicht ausgebildet, sondern lediglich angelernt wurde, kann Weiterbildungen absolvieren – vor allem betriebliche Weiterbildungen spielen hierbei eine maßgebliche Rolle.
Weiterhin werden mehrere Abschlüsse und Zertifikate innerhalb der beruflichen Weiterbildung unterschieden:
- Weiterbildungsabschlüsse mit öffentlich-rechtlich geregelten Prüfungsvorschriften
- Weiterbildungsabschlüsse ohne öffentlich-rechtlich geregelte Prüfungsvorschriften (z. B. Zertifizierung durch private Bildungsträger)
- Maßnahmen ohne Prüfung und Zeugnis, jedoch mit einer Teilnahmebescheinigung
In vielen Förderprogrammen nicht förderfähig sind hingegen Fachtagungen, Kongresse, Studienreisen und Veranstaltungen, bei denen es vorwiegend um einen fachlichen Erfahrungsaustausch geht; was im Einzelfall gefördert werden kann, regeln die Richtlinien des jeweiligen Programms.
Gibt es einen Unterschied zwischen Fortbildung und Weiterbildung?
Anhand des Zwecks der zusätzlichen Bildung kann genau zwischen einer Fort- und einer Weiterbildung unterschieden werden, obwohl beide Begriffe allgemeinhin synonym verwendet werden. Als Weiterbildung gelten Vorgänge, die darauf ausgelegt sind, zusätzliche Abschlüsse oder Qualifikationen zu erwerben – auch eine Umschulung zählt dazu. Hierbei geht es insbesondere darum, eine erste Vorbildung zu erweitern und das Lernen fortzuführen.
Dem gegenüber stehen Bildungsmaßnahmen innerhalb des alten Berufs – die Fortbildungen. Sie gelten als besondere Form der beruflichen Weiterbildung und sind im Berufsbildungsgesetz geregelt. Es unterscheidet die Anpassungsfortbildung, die die berufliche Handlungsfähigkeit erhalten und anpassen soll, und die höherqualifizierende Berufsbildung (Aufstiegsfortbildung), die sie erweitern und einen beruflichen Aufstieg ermöglichen soll – mit den Stufen Geprüfte/r Berufsspezialist/in, Bachelor Professional und Master Professional.
Wie viel Zeit benötigt eine Weiterbildung?
Jede Weiterbildung verfügt über einen individuellen zeitlichen Rahmen: vom Wochenendseminar über den Wochenkurs bis hin zu berufsbegleitenden, nebenberuflichen, Teilzeit- und Vollzeitformaten. Je nach Ziel des Abschlusses kann eine Maßnahme mehrere Wochen oder Monate, aber auch ein bis mehrere Jahre umfassen.
Zu den Anforderungen an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung gibt das SGB III detailliert Auskunft: Maßnahmen können zugelassen und gefördert werden, wenn sie nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geplant und durchgeführt werden – insbesondere müssen Kosten und Dauer angemessen sein. Die Dauer ist angemessen, wenn sie sich auf den Umfang beschränkt, der notwendig ist, um das Maßnahmeziel zu erreichen. Das berufliche Bildungsziel ist damit ausschlaggebend für Dauer und Kosten der Weiterbildung. Eine geförderte Umschulung in einen anerkannten Ausbildungsberuf muss grundsätzlich um mindestens ein Drittel gegenüber der regulären Ausbildungszeit verkürzt sein (§ 180 Abs. 4 SGB III).
Kann ich eine Weiterbildung nebenberuflich absolvieren?
Um die eigene Situation zu verbessern, weiterhin einer Berufstätigkeit nachzugehen oder die Karrierechancen zu erhöhen und dabei nicht auf ein geregeltes Einkommen zu verzichten, kann eine Weiterbildung auch nebenberuflich absolviert werden. So ist es möglich, einen Schulabschluss nachzuholen, eine berufsbegleitende Qualifizierung zu machen oder einen Bachelor- bzw. Masterstudiengang neben dem Beruf zu meistern. Angeboten werden unter anderem Fernkurse und ein Fernstudium an Hochschulen und Instituten, aber auch E-Learning und Blended Learning (eine Kombination aus Präsenz- und internetbezogenen Lernphasen). Fernlehrgänge brauchen eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz.
Bei einer nebenberuflichen Weiterbildung sind ein hohes Maß an Selbstdisziplin und gutes Zeitmanagement nahezu unerlässlich. Von großem Vorteil erweisen sich Fernkurse und Fernstudien insbesondere dann, wenn Familien- und Privatleben mit dem Beruf und der Weiterbildung in Einklang gebracht werden müssen.
Wie oft sollte ich mich weiterbilden?
Die Häufigkeit von Weiterbildungen liegt nicht nur im eigenen Ermessen, sondern kann auch im Arbeitsvertrag geregelt sein. Etliche Unternehmen bieten ihren Angestellten vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung innerhalb und außerhalb des Unternehmens an und finanzieren diese. Sind Weiterbildungen nicht im Arbeitsvertrag geregelt, können Vorgesetzte mit ihren Mitarbeitern Zielvereinbarungen treffen, in denen Weiterbildungen verankert sind.
Daneben bieten die meisten Bundesländer die Möglichkeit eines Bildungsurlaubs an, der jeweils im Landesrecht verankert ist; in Bayern und Sachsen besteht derzeit kein Anspruch. Er bietet Beschäftigten die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Dauer von der Berufstätigkeit freistellen zu lassen, um eine anerkannte Weiterbildung wahrzunehmen. Um den Arbeitsplatz zu sichern oder die Karrierechancen zu erhöhen, empfiehlt es sich, kontinuierlich und in regelmäßigen Abständen das eigene Wissen zu erweitern.
Wie finanziere ich eine Weiterbildung und welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Die Kosten einer Weiterbildung können aufgrund der Inhalte und der Dauer stark variieren. Bei beruflichen Weiterbildungen beteiligen sich Unternehmen häufig an der Finanzierung und stellen die Arbeitnehmer für die Dauer der Weiterbildung frei. Einige Unternehmen behalten sich mit „Rückzahlungsklauseln“ vor, dass Angestellte die Kosten erstatten müssen, wenn sie das Unternehmen durch Kündigung verlassen – das kann einen Arbeitsplatzwechsel über mehrere Jahre einschränken.
Unabhängig von der Arbeitgeberbeteiligung gibt es Möglichkeiten der finanziellen Förderung durch Bund und Länder:
- Bildungsgutschein: Für Berufsrückkehrer nach Elternzeit, Arbeitslose oder Arbeitsuchende kommt die Förderung einer Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit bzw. des Jobcenters infrage (auf Grundlage des SGB II und III). Mit einem Bildungsgutschein können die Lehrgangskosten übernommen werden, wenn Maßnahme und Träger zugelassen sind – über die Bewilligung entscheidet die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter (in der Regel nach Ermessen).
- Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG): Nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) kann für Aufstiegsfortbildungen – etwa zum Meister, Fachwirt, Techniker, Betriebswirt oder Erzieher – eine Förderung beantragt werden; Informationen bietet aufstiegs-bafoeg.de.
- Weiterbildungsstipendium: Fachliche Weiterbildungen (z. B. Techniker), fachübergreifende Weiterbildungen (z. B. Sprachkurse), aber auch ein berufsbegleitendes Studium können für junge Berufstätige über die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung (SBB) gefördert werden.
- Programme der Länder: Einige Länder fördern berufliche Weiterbildung mit eigenen Programmen, in Nordrhein-Westfalen etwa mit dem Bildungsscheck. Umfang und Höhe sind länderspezifisch geregelt und können voneinander abweichen.
- Bildungsurlaub: Ebenfalls länderspezifisch geregelt (kein Anspruch in Bayern und Sachsen) – Art und Dauer der anerkannten Weiterbildungen variieren zwischen den Bundesländern.
Ob eine Förderung möglich ist, hängt von Ihrer Situation ab – der Förder-Check zeigt die Wege.
Woher bekomme ich weitere Informationen oder Beratung zur Weiterbildung?
Für Berufsrückkehrer, Arbeitslose und Arbeitsuchende sollte die erste Anlaufstelle die zuständige Beratungsfachkraft in der Agentur für Arbeit bzw. im Jobcenter sein. Über länderspezifische Förderprogramme geben die Bildungsberatungsstellen des jeweiligen Bundeslandes Auskunft; zum Bildungsurlaub informieren das eigene Unternehmen, der Personal- oder Betriebsrat sowie der Deutsche Bildungsserver. Für das Weiterbildungsstipendium sind je nach Branche die zuständigen Stellen, etwa IHK, HWK oder Ärztekammer, Ansprechpartner. Informationen und Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit zur Weiterbildung bündelt außerdem das Portal mein NOW.
Zu empfehlen sind außerdem Unterlagen und Lehrmaterialien, die Anbieter zur Prüfung zur Verfügung stellen – sie ermöglichen den Vergleich mehrerer Anbieter und geben Auskunft über Dauer, Unterrichts- und Prüfungsmodalitäten, Abschlüsse und Kosten. Anbieter von Fernkursen bieten häufig eine unverbindliche Probephase an, mit der sich feststellen lässt, ob die Fernlehrmethode dem eigenen Lerntyp entspricht.
Lohnt sich eine Weiterbildung?
Viele Unternehmen bieten ihren Beschäftigten Weiterbildung an – betriebsintern wie extern, zunehmend auch in Form von E-Learning. Eine Investition, die sie nicht tätigen würden, versprächen sie sich davon nicht bessere Chancen gegenüber ihren Mitbewerbern am Markt. Für Einzelne gilt Ähnliches: Eine Weiterbildung, die zu den eigenen Zielen und zum Bedarf am Arbeitsmarkt passt, kann die berufliche Position stärken.
Gehaltserhöhung durch Weiterbildung?
Viele Beschäftigte erhoffen sich von einer Weiterbildung oder Umschulung ein höheres Einkommen. In vielen Branchen werden qualifizierte Fachkräfte gesucht, sodass auch Quereinsteiger/-innen, die über eine geeignete Weiterbildung oder Umschulung in den Beruf gekommen sind, Chancen haben. Auch der Aufstieg in eine höhere Position ist häufig mit einer Gehaltserhöhung verbunden – einen Automatismus gibt es jedoch nicht. Wird nach Tarif bezahlt, entscheidet die Eingruppierung in eine Entgeltgruppe über die Höhe des Bruttoverdienstes – sie hängt oft davon ab, welche Aufgaben Beschäftigte übernehmen und welche Qualifikation sie dafür mitbringen. Es lohnt sich, eine neu erworbene Qualifikation in den nächsten Gehaltsverhandlungen anzuführen. Aktuelle Gehaltsdaten nach Beruf und Region zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Arbeitsgestaltung: Was ändert sich durch eine Weiterbildung?
Viele Beschäftigte begrüßen es, sich in Kursen und Weiterbildungen mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Der Blick auf den eigenen Aufgabenbereich wird erweitert, die eigene Tätigkeit und das Unternehmen werden neu bewertet. So führt die Weiterbildung nicht nur zur Festigung und Vertiefung vorhandener Fertigkeiten – die Teilnehmenden fühlen sich oft auch gestärkt, lernen Arbeitsprozesse neu zu strukturieren und bringen anschließend frischen Wind in ihre Abteilung.
In welchem Maße sich Arbeitsbedingungen und Verantwortungsbereiche ändern, hängt von der Art der Weiterbildung ab: Am stärksten wirkt sich eine Umschulung aus; die Aufstiegsqualifizierung bereitet auf eine leitende Position vor, mit der sich die Aufgaben meist deutlich ändern; Anpassungs- und Spezialisierungsweiterbildungen verändern Arbeitsbedingungen und Aufgabenbereiche nur teilweise. Prüfen Sie daher vor jeder Weiterbildung, ob die damit einhergehenden möglichen Veränderungen sich mit Ihren Wünschen decken.
Unterschiede zwischen einer Weiterbildung und einer Umschulung
Den Hauptunterschied beschreibt § 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG): Die berufliche Fortbildung soll es ermöglichen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder sie zu erweitern und beruflich aufzusteigen. Die Umschulung dagegen „soll zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen“.
Als berufliche Weiterbildung lassen sich also alle Maßnahmen bezeichnen, an denen Beschäftigte und Arbeitssuchende teilnehmen, um sich für den Beruf fortzubilden, in dem sie tätig sind oder waren. Als Umschulungen werden Maßnahmen bezeichnet, in denen Berufsfremde auf eine Tätigkeit vorbereitet werden, für die sie noch keine Ausbildung absolviert haben – die Umschulung gleicht also eher der Berufsausbildung. Ein weiterer Unterschied besteht zumeist in der Finanzierung: Weiterbildungen werden regulär von den Beschäftigten selbst, von Arbeitgebern oder über Förderungen wie Stipendien finanziert; eine Umschulung erfolgt häufig aus gesundheitlichen oder arbeitsmarktbedingten Gründen und wird dann von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder dem Rentenversicherungsträger geprüft und ggf. gefördert.
Welche Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung gibt es?
In der beruflichen Weiterbildung unterscheidet man generell zwischen Anpassungsqualifizierungen, Spezialisierungen und Aufstiegsweiterbildungen.
Anpassungsqualifizierung und Spezialisierung
Anpassungsqualifizierungen und Spezialisierungen sind nicht immer klar voneinander abzugrenzen. Grundsätzlich gilt: Die Anpassungsqualifizierung dient der Vertiefung oder Auffrischung bereits vorhandener Kenntnisse und Fertigkeiten. Sie ist notwendig, wenn sich die beruflichen Anforderungen gewandelt haben – zum Beispiel durch neue Gesetze oder Technologien – oder wenn die Teilnehmenden nach längerer Abwesenheit in den Beruf zurückkehren. Eine Spezialisierung erweitert vorhandene Kenntnisse in einem Bereich, für den sich die Teilnehmenden qualifizieren wollen.
Aufstiegsweiterbildung
Die Aufstiegsweiterbildung wird durch ihr Ziel definiert: Sie dient dem beruflichen Aufstieg, der Karriere. Entsprechend baut sie nicht nur auf vorhandenen Fertigkeiten auf, sondern bereitet die Teilnehmenden auch auf die Übernahme neuer Tätigkeitsbereiche vor. So erwerben angehende Führungskräfte beispielsweise Kompetenzen in Mitarbeiterführung, Teamleitung und Kommunikation; je nach Tätigkeitsfeld kommen weitere Inhalte dazu, etwa Betriebswirtschaft oder produktionsnahe Software.