Systemische Beratung legt den Blick auf die Ressourcen in Familiensystemen und deren Netzwerke. Die Teilnehmer:innen werden eingeladen, ihre Perspektiven hilfreich zu erweitern und dadurch ein Mehr an Handlungsmöglichkeiten für das Vorgehen in ihrem herausfordernden Arbeitsfeld zu etablieren. In der Jugendhilfe arbeiten die Fachkräfte mit komplexen Systemen, umso größer ist der Bedarf, das Zusammenwirken der Beteiligten und die zugrunde liegende Dynamik wertschätzend in der ihr eigenen Sinnlogik zu verstehen. Auf der Grundlage einer förderlichen Beratungshaltung erwerben die Teilnehmer*innen grundlegende systemische Methoden für die Arbeit mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Das Ziel jeder systemischen Intervention ist es, den Möglichkeitsraum aller Beteiligten zu erweitern und das daraus entstehende Selbstwirksamkeitserleben anzuregen.
Inhalte:
- Einführung in das systemische Modell
- Auseinandersetzung mit systemischer Haltung
- Genogrammarbeit, Reframing, Hypothesenbildung, zirkuläre Fragen
- systemische Auftragsklärung
- reflektierendes Team
- Wahrnehmung selbstreflexiver Anteile
Dieses Seminar wird im Methodenkurs 312-2026 vom 03. - 05.11.2026 fortgeführt.
Ziel:
- Im Basiskurs erwerben die Teilnehmenden eine fundierte Grundlage zum Verständnis systemischer Arbeit mit Familiensystemen.
- Aufbauend darauf setzen sie sich mit systemischer Haltung auseinander.
- Die Teilnehmenden lernen die klassische Grundlagenmethoden systemischen Arbeitens kennen und sichern einen gelingenden Praxistransfer.
- Sie sind in der Lage, eine systemische Auftragsklärung durchzuführen sowie mit reflektierenden Positionen zu arbeiten.
Arbeitsformen:
Theorieinput über Präsentationen und Kurzreferate, Demonstration der Methoden im Plenum, Transferübungen in Kleingruppensettings, Reflexionsschleifen, Vielzahl an systemischen Methoden, systemische Supervisionsanteile