Mit der zunehmenden Automatisierung von Fahrzeugen gewinnt die Sicherheit der beabsichtigten Funktion (Safety of the Intended Functionality - SOTIF) stark an Bedeutung. Während die ISO 26262 primär den Umgang mit zufälligen Hardware- und systematischen Fehlern regelt, adressiert die ISO 21448 die besonderen Risiken, die aus der begrenzten Wahrnehmung und Interpretation komplexer Umgebungen durch Fahrerassistenzsysteme und KI-basierte Funktionen entstehen. Unsere Schulung bietet Ihnen einen fundierten Überblick über die Norm und ihre praktische Anwendung im Entwicklungsprozess.
Die Teilnehmer:innen lernen, die SOTIF-Norm korrekt einzuordnen und klar von der ISO 26262 abzugrenzen. Sie werden befähigt, Ursachen und Arten von SOTIF-relevanten Risiken zu identifizieren und systematische Methoden zur Risikoanalyse und -minderung einzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Planung geeigneter Maßnahmen zur Absicherung bei Wahrnehmungsunsicherheiten - ein zentraler Aspekt für automatisierte Fahrfunktionen.
Darüber hinaus vermitteln wir, wie sich SOTIF-spezifische Anforderungen in bestehende Verifikations- und Validierungsstrategien integrieren lassen. Die Schulung richtet sich an Fach- und Führungskräfte in Entwicklung, Safety-Management und Qualität, die ihr Wissen über funktionale Sicherheit im Kontext automatisierten Fahrens gezielt erweitern möchten.


Der Kursinhalt lässt sich wie folgt zusammenfassen:


-Überblick: Motivation und Ziel der SOTIF
-Begriffe und Struktur von ISO 21448
-Identifikation und Bewertung von potenziell gefährlichem Verhalten
-Absicherungsstrategien bei unzureichender Szenarienabdeckung
-Verifikation und Validierung im Kontext nicht-fehlhafter Systeme
-Safety-Argumentation nach SOTIF
-Fallbeispiele aus Sensorik und ADAS-Entwicklung