Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Circular Design Thinking adressiert die Verbindung von Design Thinking mit Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Behandelt werden nutzerzentrierte Problemanalyse, iterative Entwicklung von Lösungen und die Integration von Zirkularitätskriterien in den Gestaltungsprozess. Ziel ist die Ausarbeitung von Konzepten für Produkte, Services und Systeme mit Fokus auf Lebenszyklus, Wiederverwendung und Ressourcenschonung. Der Kurs ist im Feld Produkt-, Service- und Nachhaltigkeitsdesign verortet.
Inhalte
Einführung in Kreislaufwirtschaft und Design: Begriffsabgrenzung, zentrale Akteure, Stoffströme, Designhebel im Lebenszyklus, Anforderungen an Materialien, Demontagefähigkeit und Wiederverwertung
Design-Thinking-Prozess mit Zirkularitätsfokus: Problemdefinition, Nutzerforschung, Persona- und Journey-Erstellung, Ableitung von Anforderungen, Ideengenerierung und Priorisierung entlang von Zirkularitätskriterien
Material- und Lebenszyklusbetrachtung: Auswahl von Materialien, Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Modularität, Second-Life-Konzepte, Rücknahme- und Remanufacturing-Optionen
Prototyping und Test: Entwicklung von Low- und Mid-Fidelity-Prototypen, Nutzertests, Feedbackschleifen, Bewertung von Nutzbarkeit und Zirkularität, Dokumentation der Designentscheidungen
Umsetzungsrahmen und Skalierung: Lieferkettenaspekte, Beschaffung, rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Produktverantwortung), Datenanforderungen für Rückverfolgung, Zusammenarbeit mit Stakeholdern
Messung und Kommunikation: Auswahl von Indikatoren (z. B. Materialkreislaufanteil), qualitative und quantitative Bewertung, Aufbereitung von Konzepten für interne Entscheidungsgremien
Lernziele
- Analysieren von Problemräumen mithilfe nutzerzentrierter Recherche und Ableitung von Anforderungen mit Bezug auf Zirkularität
- Identifizieren von Designhebeln für Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Wiederverwendung und Recycling entlang des Produkt- oder Servicelebenszyklus
- Anwenden des Design-Thinking-Prozesses zur Erstellung von Konzepten mit definierten Zirkularitätskriterien
- Durchführen von Prototyping- und Testphasen einschließlich Dokumentation von Ergebnissen und Anpassungen
- Entwickeln von Material- und Modulspezifikationen unter Berücksichtigung von Demontage und Rückführung
- Bewerten von Konzepten mithilfe definierter Kennzahlen und Integrieren der Ergebnisse in Entscheidungsunterlagen
Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie Produktdesigner mit Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft, die Gestaltung und Bewertung zirkulärer Produkte verantworten. Typische Tätigkeitsfelder umfassen Service Designer, die Wiederverwendungs- und Rücknahmeservices konzipieren. Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Nachhaltigkeitsmanager im Designkontext, die Zirkularitätskriterien in Entwicklungsprozesse einbringen, sowie Innovationsmanager, die zirkuläre Geschäftsmodellansätze prüfen und begleiten.
Zusammenfassung
Der Kurs Circular Design Thinking behandelt die Verknüpfung nutzerzentrierter Entwicklung mit Kriterien der Kreislaufwirtschaft und deren Umsetzung im Gestaltungsprozess. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Methoden, Materialien und Bewertungsansätze für zirkuläre Produkte und Services bearbeitet. Die Inhalte stehen in Bezug zu Tätigkeiten in Produkt-, Service- und Nachhaltigkeitsentwicklung.