Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Automation Engineering (Low-Code und No-Code) adressiert die Konzeption, Umsetzung und Verwaltung automatisierter Abläufe auf Basis visuell konfigurierbarer Plattformen. Vermittelt wird der Einsatz von Low-Code- und No-Code-Werkzeugen im Kontext der Prozessautomatisierung, Integration von Systemen und Orchestrierung digitaler Workflows. Im Mittelpunkt stehen methodische Vorgehensweisen zur Modellierung, Regeldefinition und Fehlerbehandlung. Der Kurs ist im Fachgebiet der Software- und Prozessautomatisierung verortet und fokussiert auf wiederholbare Vorgehensmodelle, Governance-Aspekte und Qualitätskriterien.
Inhalte
Einführung in Low-Code/No-Code-Ökosysteme mit Begriffsklärungen, Architekturprinzipien, Komponenten, typischen Einsatzszenarien und Grenzen der Ansätze
Prozessaufnahme und -modellierung inklusive Identifikation von Automatisierungskandidaten, Dokumentation von Ist-Prozessen, Erstellung von Soll-Prozessmodellen und Definition von Metriken
Entwicklung von Workflows und Regeln mit Formular- und Schnittstellenkonfiguration, Trigger-Logik, Datenflüssen, Validierungen und Fehlerpfaden
Integration von Systemen durch Nutzung von APIs, Konnektoren und Datentransformationen sowie Umgang mit Ereignissen, Webhooks und Authentifizierungsverfahren
Qualitätssicherung, Governance und Betrieb mit Versionierung, Testverfahren, Rollenkonzepten, Monitoring, Protokollierung und Änderungsmanagement
Sicherheit und Compliance einschließlich Berechtigungskonzepten, Protokollierung sensibler Vorgänge, Datenschutzanforderungen und Nachweisdokumentation
Lernziele
- Analysieren von Geschäftsprozessen zur Identifikation konkreter Automatisierungskandidaten
- Unterscheiden von Low-Code- und No-Code-Plattformkomponenten sowie Architekturmuster
- Erstellen von Workflow-Modellen mit Triggern, Bedingungen, Datenflüssen und Fehlerroutinen
- Durchführen von Systemintegrationen mittels Konnektoren, API-Endpunkten und Datentransformationen
- Implementieren von Testfällen, Monitoring-Dashboards und Protokollierungsmechanismen
- Bewerten von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen und Integrieren in Governance-Richtlinien
Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie Automation Engineer mit Schwerpunkt Workflow-Entwicklung und Systemintegration in Low-Code-Umgebungen. Typische Tätigkeitsfelder umfassen Citizen Developer in Fachbereichen mit Fokus auf Formularerstellung, Regelkonfiguration und Prozessumsetzung. Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Business Process Analyst mit Aufgaben in Prozessaufnahme, Modellierung und Automatisierungskonzeption. Ebenfalls abgedeckt ist das Profil Integration Specialist mit Schwerpunkten in API-Anbindung, Datenflüssen und Betriebsüberwachung.
Zusammenfassung
Der Kurs Automation Engineering (Low-Code und No-Code) behandelt die Modellierung, Umsetzung und Steuerung automatisierter Prozesse auf visuell konfigurierbaren Plattformen. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Verfahren zur Prozessaufnahme, Workflow-Entwicklung, Integration, Qualitätssicherung und Governance thematisiert. Die vermittelten Themen stehen im Bezug zu Tätigkeitsfeldern wie Automation Engineering, Business Process Analysis, Citizen Development und Systemintegration.