Bekannte Schwachstellen in IT-Systemen zählen nach wie vor zu den häufigsten Einfallstoren für Cyberangriffe. Ein strukturiertes Vulnerability Management identifiziert, bewertet und behebt diese Schwachstellen, bevor Angreifer sie ausnutzen können. Dieser Kurs führt durch den gesamten Prozess - von der automatisierten Erkennung bis zur risikobasierten Priorisierung und nachhaltigen Behebung.

Kursinhalt
1. Grundlagen und Lebenszyklus des Vulnerability Managements
  • Definition von Schwachstellen, CVE-System und CVSS-Bewertung
  • Phasen des Vulnerability-Management-Zyklus
  • Abgrenzung zu Patch Management und Penetration Testing

2. Schwachstellenscanning und Asset-Inventarisierung
  • Einsatz von Scanning-Tools wie Nessus, Qualys und OpenVAS
  • Authentifiziertes vs. unauthentifiziertes Scanning
  • Asset-Discovery und Verwaltung der Angriffsfläche

3. Risikobewertung und Priorisierung von Schwachstellen
  • CVSS-Scores, Exploit-Verfügbarkeit und Kontextfaktoren
  • Threat Intelligence zur Priorisierung bekannter Exploits
  • Umgang mit Zero-Days und kritischen Systemen

4. Remediation, Reporting und Metriken
  • Koordination von Behebungsmaßnahmen mit IT-Betrieb und Entwicklung
  • Ausnahmemanagement und Risikoakzeptanzprozesse
  • KPIs und Reporting für Management und Compliance

Berufliche Relevanz
  • IT-Security-Analysten betreiben systematische Schwachstellenprogramme und reduzieren die Angriffsfläche
  • System- und Netzwerkadministratoren patchen gezielt nach Risikobewertung statt nach Bauchgefühl
  • CISOs berichten auf Basis belastbarer Metriken über den Sicherheitsstatus der IT-Infrastruktur