Zielsetzung des Kurses
Der Kurs Microinteractions Design behandelt die Gestaltung, Ausarbeitung und Implementierung kleiner, statusbezogener Interaktionen in digitalen Produkten. Im Zentrum stehen die Konzeption von Feedback-, Status- und Übergangszuständen in User Interfaces sowie deren Einbettung in Nutzerflüsse. Behandelt werden fachliche Prinzipien aus UX-Design, Interface-Animation und Interaktionsgestaltung. Ziel ist die strukturierte Herleitung, Dokumentation und Überführung von Microinteractions in Design- und Entwicklungskontexte.
Inhalte
Einführung in Microinteractions mit Begriffsklärung, Einsatzbereichen und Abgrenzung zu Makrointeraktionen; Analyse von Auslösern, Regeln, Feedback und Loops/Modi als Bausteine, inklusive Zustandsdiagrammen und Ereignissteuerung.
Gestaltungsmuster für Feedback und Statusanzeigen: Ladeindikatoren, Eingabebestätigungen, Fehlerzustände, Benachrichtigungen; Ausarbeitung von Timing, Hierarchie, Rhythmus und Übergängen.
Motion-Design-Grundlagen für UI: Dauer, Verzögerung, Kurvenverläufe, räumliche Transformationen und Mikroanimationen; Erstellung von Animations-Spezifikationen und Tokenisierung.
Zugänglichkeit und Barrierefreiheit in Microinteractions: Kontrast, Fokuszustände, haptisches Feedback, Alternativkanäle, Reduktion von Bewegungsintensität und Berücksichtigung von Systempräferenzen.
Prototyping und Handoff: Definition von Interaktionsfällen, Wireflows und UI-States; Dokumentation in Designsystemen, Übergabeparameter für Entwicklung, Versionsführung und Test.
Messung und Qualitätssicherung: Nutzertests zu Wahrnehmbarkeit und Verständlichkeit, Telemetrie für Interaktionsereignisse, Auswertung von Fehlerraten und Abbruchpunkten sowie Iteration.
Lernziele
- Analysieren von Auslösern, Regeln, Feedback sowie Loops/Modi in bestehenden Interfaces
- Unterscheiden von Zuständen und Übergängen anhand von Wireflows und Zustandsdiagrammen
- Anwenden von Timing, Verzögerungen und Animationskurven bei UI-Mikroanimationen
- Erstellen von Spezifikationen für Feedback-, Lade- und Fehlermeldungszustände
- Implementieren von barrierearmen Alternativen wie reduzierter Bewegung und Fokusindikatoren in Prototypen
- Bewerten von Microinteractions anhand von Nutzertests und Ereignisdaten zur Ableitung von Iterationen
Berufsperspektiven
Die Kursinhalte finden Anwendung in Berufsfeldern wie UX-Design, insbesondere mit Fokus auf Interaktionsgestaltung und Nutzerführung durch Zustände.
Typische Tätigkeitsfelder umfassen UI-Design mit Schwerpunkt auf Zustandsdefinition, Rückmeldelogik und Mikroanimationen.
Der Kurs adressiert Inhalte für Tätigkeiten wie Prototyping und Designsystem-Pflege in Produktteams sowie Handoff und Spezifikation für Frontend-Entwicklung.
Zusammenfassung
Der Kurs Microinteractions Design behandelt die Konzeption, Ausarbeitung und Dokumentation kleiner Interaktionen in digitalen Nutzeroberflächen. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden Gestaltungsmuster, Motion-Grundlagen, Barrierefreiheitsaspekte, Prototyping und Qualitätsprüfung behandelt. Die vermittelten Themen finden Anwendung in Tätigkeitsfeldern wie UX- und UI-Design, Prototyping sowie Designsystem- und Frontend-Zusammenarbeit.