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Weiterbildung als Bürokauffrau/Bürokaufmann

WuU.de Redaktion

Kurse in Kaufmännische Berufe

Für Bürokaufleute, die sich weiterbilden wollen, existiert eine Vielzahl an interessanten Angeboten. Die Auswahl einer geeigneten Weiterbildung ist daher insbesondere von den Zielvorstellungen abhängig. Soll eine Auffrischung und Aktualisierung von erforderlichem Wissen erfolgen oder wird eine bestimmte Qualifizierung/Spezialisierung angestrebt? Soll die Weiterbildung den beruflichen Aufstieg ermöglichen oder den Weg in die Selbstständigkeit vorbereiten?

Anpassungsqualifizierung und Spezialisierung

Wer lediglich seine Kenntnisse auf den neuesten Stand bringen möchte – zum Beispiel nach einer relevanten Gesetzesänderung – oder neue Spezialkenntnisse in einem bestimmten Bereich erlangen möchte, wählt am besten einen Weiterbildungskurs, wie ihn zahlreiche Bildungsinstitutionen anbieten, beispielsweise einen IT-Kurs, ein Seminar zu bestimmten Rechtsfragen oder eine Fortbildung im Bereich Personalwesen/Ausbildung. Die Weiterbildungsmaßnahmen können in einer Bildungsstätte vor Ort oder auch als Fernstudium absolviert werden. 

Eine Spezialisierung erfolgt in beruflichen Qualifizierungslehrgängen. Im KURSNET der Agentur für Arbeit finden sich Lehrgänge, die die Teilnehmer/-innen auf eine Tätigkeit im Finanz- und Rechnungswesen, in der betrieblichen Organisation, in der Betriebswirtschaftslehre, im EDV-Bereich, im Sekretariat oder auch im Controlling und dergleichen mehr vorbereiten. Es handelt sich in der Regel um zertifizierte Lehrgänge, die entweder berufsbegleitend oder in Vollzeit angeboten werden; eine Finanzierung über Bildungsgutscheine ist teilweise möglich.

Aufstiegsweiterbildung

Der klassische Weg des beruflichen Aufstiegs verläuft für Bürokaufleute über eine Weiterbildung zum Fachwirt/zur Fachwirtin und schließlich zum/zur staatlich geprüften Betriebswirt/-in. Wer eine Weiterbildung anstrebt, um seine berufliche Position zu verbessern und Entscheidungsbefugnisse zu erlangen, erreicht dies beispielsweise über eine Fortbildung zum/zur Fachkaufmann/Fachkauffrau für Büro- und Projektorganisation. Andere Weiterbildungen führen zu Positionen auf der mittleren und höheren Führungsebene, so etwa alle qualifizierenden Weiterbildungsangebote, die auf eine Tätigkeit als Betriebswirt/Betriebswirtin vorbereiten, beispielsweise in den Bereichen Kommunikation und Management, Personalwirtschaftoder Rechnungswesen. Die Aufstiegsweiterbildung ist also in der Regel mit einer Spezialisierung verbunden. Alternativ können sich Bürokaufleute zum/zur Organisator/-in oder zum/zur Ausbilder/-in qualifizieren. Neben einer Weiterbildung über entsprechende Lehrgänge ist auch eine Qualifizierung über ein Studium möglich. In vielen Fällen ist der Nachweis der Fachhochschulreife hierfür nicht mehr erforderlich. Je nach gewähltem Berufsfeld bereitet die Weiterbildungsmaßnahme ihre Absolventen darauf vor, Führungskompetenzen zu erwerben, die sie befähigen, firmeninterne Planungen eigenverantwortlich vorzunehmen, Entscheidungen zu treffen, betriebliche Abläufe zu strukturieren und zu gestalten oder auch Personal auszuwählen und anzuleiten. Zu den Unterrichtsinhalten für angehende Betriebswirte gehören beispielsweise die Fächer Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft, Unternehmensführung und Personalführung, Rechtswesen und Steuern sowie Marketing. Ferner bietet sich ein Fernstudium BWL an.

Vorteile durch die berufliche Weiterbildung als Bürokauffrau/mann

Höheres Einkommen und größere Sicherheit im beruflichen Alltag

Das Gehalt von Bürokaufleuten lässt sich nicht einheitlich benennen, da es von verschiedenen Faktoren abhängig ist wie beispielsweise der Größe des Unternehmens, dem Alter des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin, dem Tätigkeitsfeld, dem Bundesland. Und während in einem Unternehmen Sonderleistungen das tatsächliche Einkommen erhöhen, bleiben diese in einem anderen Betrieb aus. So ergibt sich für Bürokaufleute eine starke Schwankung in den Gehaltsangaben: Während die einen mit einem Einstiegsgehalt von rund 1300 Euro zufrieden sein müssen, erzielen die anderen ein Bruttoeinkommen von 3000 Euro monatlich. Eine Weiterbildung kann zu einer Verbesserung des Einkommens führen, ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht jedoch zunächst nicht. Doch lässt sich grundsätzlich sagen, dass viele Arbeitgeber/-innen bereit sind, verbesserte Leistungen und Kompetenzen auch angemessen zu entlohnen. Wer eine Aufstiegsqualifikation anstrebt und nach erfolgreichem Abschluss tatsächlich neue berufliche Aufgaben übernimmt bzw. in eine höhere Position wechselt, darf dagegen sicher sein, dass sich dies auch finanziell günstig für ihn auswirken wird. So liegt das Einstiegsgehalt von Betriebswirten beispielsweise in einem Bereich, der für Bürokaufleute bereits die obere Grenze markiert.

Höhere Verantwortung und Entscheidungsfreiheit, Selbstständigkeit

Die Möglichkeit, das eigene Einkommen zu verbessern ist ein wichtiges Motiv für die Entscheidung, eine Weiterbildung zu absolvieren. Ein weiteres betrifft die Veränderungen in der Arbeitsgestaltung. Der Sinn qualifizierender Maßnahmen besteht zunächst darin, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu verbessern, sodass die allgemeinen Aufgaben leichter von der Hand gehen und der/die Absolvent/-in mehr Sicherheit im beruflichen Alltag erlangt oder seinen Aufgabenbereich erweitert. Die Aufstiegsweiterbildung führt dazu, dass die Anforderungen gemäß der neuen Position ansteigen. Betriebswirte übernehmen Führungspositionen, sind leitende Angestellte beispielsweise im Personalwesen oder in der Geschäftsführung, in Marketing oder Vertrieb, in der Produktion, im Einkauf oder im Controlling. Was bedeutet, dass sie stärker als Bürokaufleute Verantwortung übernehmen, berufliche Abläufe planen, kontrollieren und steuern. Als Vorgesetzte müssen sie zudem über Kompetenzen in der Mitarbeiterführung verfügen. So führt die Aufstiegsweiterbildung auf der einen Seite zu mehr Freiheiten und Ansehen, auf der anderen Seite aber zu einer anderen Art der Arbeitsbelastung. „Dienst nach Vorschrift“ oder das strikte Vermeiden von Überstunden sind in der Führungsebene keine Option. Eine weitere Alternative findet sich in der Existenzgründung. Bürokaufleute können nach einer entsprechenden Qualifizierung beispielsweise selbstständig Dienstleistungen im Officebereich anbieten.

Kurse in Kaufmännische Berufe

Wirtschaft & Verwaltung

Bürosachbearbeiter/in

  • Fernakademie für Erwachsenenbildung · Hamburg
  • 18 Monate
WeiterbildungOnline
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Bürosachbearbeiter/in

  • ILS · Hamburg
  • 18 Monate
WeiterbildungFernunterricht
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Bürosachbearbeiter/in HAF

  • Hamburger Akademie für Fernstudien · 22143 Hamburg
WeiterbildungFernunterricht
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Bürosachbearbeiter/in mit Software (SGD), Geprüfte/r

  • SGD · Pfungstadt
WeiterbildungFernunterricht
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Externenprüfung zum/zur Bürokaufmann/-frau

  • COMCAVE.COLLEGE GmbH · Dortmund
Weiterbildung
IHK-/HWK-Prüfung
Wirtschaft & Verwaltung

Externenprüfung zum/zur Industriekaufmann/-frau

  • COMCAVE.COLLEGE GmbH · Dortmund
Weiterbildung
IHK-/HWK-Prüfung

Alle 11 Kurse in Kaufmännische Berufe

Förderung im Job

  • Aufstiegs-BAföG: nur für geregelte Aufstiegsfortbildungen wie Fachwirt, Meister oder Techniker – die Lehrgangs- und Prüfungskosten einkommensunabhängig und mit Zuschussanteil, den Lebensunterhalt einkommensabhängig.
  • Qualifizierungschancengesetz: Für Beschäftigte kann die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung fördern (Ermessen); den Antrag stellt in der Regel die beschäftigte Person.
  • Bildungsurlaub: regelt jedes Bundesland selbst – in Bayern und Sachsen gibt es keinen Anspruch.

Ob eine Förderung möglich ist, hängt von deiner Situation ab. Der kostenlose Förder-Check zeigt dir in drei Fragen, welche Förderwege infrage kommen. Zum Förder-Check

Gehalt, Zukunft und Arbeitsmarkt

Gehalt & Perspektive

Zur Orientierung: die typischen Zielberufe von Angeboten der Kategorie „Kaufmännische Berufe" und was man dort verdient.

Median-Bruttogehalt typischer Zielberufe in „Kaufmännische Berufe"*
4.467 €
pro Monat
Gehaltsspanne im Beruf
Unteres Viertel
Q25 – ein Viertel verdient weniger
3.517 €
Median
die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger
4.467 €
Oberes Viertel
Q75 – ein Viertel verdient mehr
5.878 €

Brutto pro Monat, Vollzeit.

Typische Zielberufe in „Kaufmännische Berufe"

Abgeleitet aus den Zielberufen der Angebote dieser Kategorie – Orientierung, keine Aussage über einen einzelnen Kurs.

Industriekaufmann/-frau
4.467 €

* Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 07/2026 · Datenquellen

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