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Weiterbildung für Geschäftsführer/innen

WuU.de Redaktion

Kurse in Betriebswirtschaft

Wer die laufenden Geschäfte eines Unternehmens führt, hat nicht nur alle Hände voll zu tun, er muss sich auch in ganz unterschiedlichen Bereichen auskennen und über Neuerungen auf dem Laufenden halten. Daher haben Geschäftsführer/-innen häufig ein inhaltlich relevantes Fach studiert oder haben ihre Befähigung, sich mithilfe von Fort- und Weiterbildungen relevante Kenntnisse aneignen zu können, genutzt, um sich für die anspruchsvolle Tätigkeit zu qualifizieren. Kenntnisse in Unternehmensrecht, in Marketing, ein perfektes kommunikatives Auftreten, Controlling und Kalkulation, Planung und Organisation – das sind an sich schon vielfältige Herausforderungen, die vom einzelnen bewältigt werden müssen. Viele Geschäftsführer/-innen sind zudem für die Kommunikation zwischen dem Vorstand eines Unternehmens und dem Personal zumindest mitverantwortlich.

Anpassungsqualifizierung und Spezialisierung

Einen Studienabschluss einmal erworben zu haben, reicht also nicht aus. Geschäftsführer/-innen müssen sich beständig mit Fragen der Unternehmensplanung und des Finanz- und Rechnungswesens befassen, betriebswirtschaftliche Kenntnisse ebenso auffrischen und erweitern wie das Wissen um gesetzliche Vorgaben und die rechtliche Absicherung unternehmerischen Handelns. Hinzu kommen beständig neue Anforderungen. In Fort- und Weiterbildungen können sich Geschäftsführer/-innen beispielsweise Kenntnisse zum Informations- und Innovationsmanagement aneignen sowie Unternehmensstrategien oder Unternehmenskooperationen planen und durchführen lernen. Auch Themen wie Kostenmanagement und Wirtschaftlichkeitsanalyse stehen auf dem Programm. Ein besonders großer Teil an Fort- und Weiterbildungen widmet sich zudem der Mitarbeiterführung. Kommunikation mit Mitarbeitern, Teamführung und Teamcoaching sind wichtige Schwerpunkte, mit denen sich angehende und erfahrene Geschäftsführer/-innen in diesen Seminaren auseinandersetzen. Die Seminare werden sowohl branchenbezogen als auch branchenübergreifend angeboten.

Aufstiegsweiterbildung

Welche Aufstiegsmöglichkeiten hat ein/eine Geschäftsführer/-in? Wer sich wohlfühlt, in seinem Beruf, und mit dem Gehalt zufrieden ist, wird Fort- und Weiterbildungen in erster Linie nutzen, um auch in Zukunft noch mithalten und mitreden zu können. Doch auch Geschäftsführer/-innen können sich beruflich noch höher qualifizieren. Wer bisher ohne Hochschulabschluss als Geschäftsführer/-in tätig war, kann dies über ein Bachelorstudium erreichen, auch per Fernstudium. Es besteht die Wahl zwischen branchenübergreifenden Studiengängen – wie beispielsweise Wirtschaftswissenschaften oder Marketing – und branchenbezogenen Studiengängen – wie beispielsweise Industrie-, Versicherungs- oder Handelsbetriebswirtschaft, Bau- oder Automotive Management, Buchhandel oder Verlagswirtschaft. Aufbauend auf ein absolviertes Bachelorstudium können die gleichen Studiengänge dann noch mit dem Ziel, den Master zu erlangen, absolviert werden.

Vorteile durch Weiterbildung für Geschäftsführer (m/w)

Einkommen auf lange Sicht steigern

Geschäftsführer/-innen dürfen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von etwa 4000 Euro rechnen und liegen damit bereits deutlich über dem durchschnittlichen Monatseinkommen von Angestellten. Allerdings handelt es sich nur um einen Orientierungswert, der sowohl unter- als auch überschritten werden kann. Eine Aufstiegsweiterbildung, die mit einem anschließenden Wechsel des Tätigkeitsfeldes verbunden ist, wird sich für Geschäftsführer/-innen, die bis dahin keinen Hochschulabschluss hatten, relativ rasch, für alle anderen in der Regel erst auf längere Sicht finanziell lohnen. Wirtschaftswissenschaftler/-innen beispielsweise verdienen in den ersten Berufsjahren nur selten mehr als Geschäftsführer/-innen mit langjähriger Berufserfahrung. Entscheidend ist letztlich aber – neben dem Unternehmen und der Branche – welche Qualifikationen die Bewerber/-innen mitbringen und wie viel Eigenverantwortung sie in ihrem neuen Bereich übernehmen.

Berufliche Veränderung als zweite Chance

Wer also trotz überdurchschnittlichen Verdienstes den Wechsel mithilfe einer Aufstiegsweiterbildung plant, sollte sich darauf einstellen, dass dieser zumindest anfangs nicht unbedingt mit einer besseren Entlohnung verbunden sein wird. Doch können die Gründe für eine zusätzliche Ausbildung oder ein Studium auch anders geartet sein. So etwa, wenn sich die Geschäftsführer/-innen in ihrer bisherigen Tätigkeit nicht hinlänglich gefordert oder anerkannt sehen; wenn sie sich zwischen den Ansprüchen von Vorstand und Personal aufgerieben fühlen oder wenn sie einfach nach neuen Möglichkeiten suchen, sich beruflich zu verwirklichen. Ein Studium bietet dann die Möglichkeit, in andere Branchen einzusteigen, neue Formen der Zusammenarbeit kennenzulernen. Auch eine wissenschaftliche Tätigkeit kann angestrebt werden.

Kurse in Betriebswirtschaft

Wirtschaft & Verwaltung

AEVO-Vorbereitungslehrgang für Fachwirte

  • IHK Akademie Schwarzwald-Baar-Heuberg · Villingen-Schwenningen
AufstiegsfortbildungPräsenz
Teilnahmebescheinigung
Wirtschaft & Verwaltung

AWS Cloud Architekt/-in mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz inkl. Associate-Zertifizierung

  • New Horizons München - IT Computer und BusinessTraining Trainings · München
  • 3 Monate
AufstiegsfortbildungHybrid
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Abgaben und Steuerwissen: Allgemeine Steuerarten, Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und betriebswirtschaftliche Steuerungsmechanismen

  • FiGD Akademie für Medienentwicklung · Berlin
AufstiegsfortbildungPräsenz
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Abweichungsanalyse für Controller:in

  • Karriere Tutor GmbH · München
  • 2 Monate
WeiterbildungHybrid
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Abweichungsanalyse mit Power BI für Projektcontrolling

  • StackFuel GmbH · Berlin
  • 4 Monate
WeiterbildungHybrid
Zertifikat
Wirtschaft & Verwaltung

Accounting und Controlling

  • EternaVista Akademie GmbH · Halver
Weiterbildung
Zertifikat

Alle 2247 Kurse in Betriebswirtschaft

Förderung im Job

  • Aufstiegs-BAföG: nur für geregelte Aufstiegsfortbildungen wie Fachwirt, Meister oder Techniker – die Lehrgangs- und Prüfungskosten einkommensunabhängig und mit Zuschussanteil, den Lebensunterhalt einkommensabhängig.
  • Qualifizierungschancengesetz: Für Beschäftigte kann die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung fördern (Ermessen); den Antrag stellt in der Regel die beschäftigte Person.
  • Bildungsurlaub: regelt jedes Bundesland selbst – in Bayern und Sachsen gibt es keinen Anspruch.

Ob eine Förderung möglich ist, hängt von deiner Situation ab. Der kostenlose Förder-Check zeigt dir in drei Fragen, welche Förderwege infrage kommen. Zum Förder-Check

Gehalt, Zukunft und Arbeitsmarkt

Gehalt & Perspektive

Gehalt und Perspektive nach dem Abschluss – eine Weiterbildung ist kein Gehalts-Automatismus.

Median-Bruttogehalt im Zielberuf*
3.465 €
pro Monat
Gehaltsspanne im Beruf
Unteres Viertel
Q25 – ein Viertel verdient weniger
2.529 €
Median
die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger
3.465 €
Oberes Viertel
Q75 – ein Viertel verdient mehr
4.918 €

Brutto pro Monat, Vollzeit.

Zielberuf

Geschäftsführer/in
3.465 €

* Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 07/2026 · Datenquellen

Zukunft: Wie automatisierbar ist der Beruf?

Automatisierbarkeit im Blick: Welche Kerntätigkeiten des Berufs Maschinen heute schon übernehmen könnten – technische Machbarkeit, keine Jobverlust-Prognose.

Geschäftsführer/in
mittleres Substituierbarkeitspotenzial
55 %*
der Kerntätigkeiten könnten heute schon Maschinen übernehmen
Verlauf seit 2013
2013: 27 % · 2016: 27 % · 2019: 36 % · 2022: 55 %
Veränderung seit 2013: +28 Prozentpunkte

* Quelle: IAB-Job-Futuromat, Stand 2022 · Datenquellen

Arbeitsmarkt & Trends*

Ein Blick auf die Arbeitsmarkt-Trends hinter dieser Qualifizierung: wie viele Stellen offen sind, wie sich Gehalt und Beschäftigung bewegen und welche Zukunftsthemen die Zielberufe bestimmen.

Offene Stellen
▼ −41 % seit 2012
73
gemeldete Stellen · Geschäftsführer/in
Beschäftigung
▲ +36 % seit 2012
236.222
sozialvers. Beschäftigte · Geschäftsführer/in
Zukunftstechnologien & prägende Tätigkeiten
  • Buchführung, Buchhaltung
  • Finanzplanung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Kalkulation
  • Marketing
  • Controlling
  • Personalwesen
  • Betriebsleitung, Betriebsführung
  • Investitionsplanung
  • Management
heute schon automatisierbar

„Automatisierbar“ meint die technische Ersetzbarkeit der Tätigkeit, keine Jobverlust-Prognose.

* Quelle: IAB-Job-Futuromat, Stand 2024 · Datenquellen

Weitere Ratgeber