Grundlagen der funktionalen Sicherheit in der Praxis
Die Entwicklung sicherheitsgerichteter Produkte stellt den Schutz von Leben und Gesundheit in den Mittelpunkt. Ziel ist es, Risiken auf ein akzeptables Restrisiko zu minimieren. Um dies zu erreichen, müssen Entwicklungsprozesse lückenlos dokumentiert, überwacht und optimiert werden. Gerade in sicherheitskritischen Branchen und im Umfeld von KRITIS (kritischen Infrastrukturen) ? etwa in Energieversorgung, Verkehr, Industrie oder Gesundheitswesen ? sind strukturierte Safety-Prozesse eine zentrale Voraussetzung für Resilienz und Betriebssicherheit.Dieses Seminar vermittelt die Prinzipien der funktionalen Sicherheit, zeigt Methoden zur Fehlervermeidung auf und beleuchtet, wie systematische und zufällige Fehler reduziert werden können.
Verständnis der Prinzipien der funktionalen Sicherheit und ihrer Umsetzung in der Praxis (z. B. Traceability, 4-Augen-Prinzip, Rollen, Safety-Level, Risikobegriff, Safety-Kultur, Validierung, Planung, ?).Grundlagen der Sicherheits- und Zuverlässigkeitstechnik sowie zentraler Normen ? insbesondere mit Blick auf Anwendungen in sicherheitskritischen Systemen und KRITIS-Umgebungen.Planung und Dokumentation sicherheitsgerichteter Entwicklungsprozesse (inkl. RAMS, QA, Toolqualifikation).Umgang mit spezifischen Herausforderungen wie COTS-/Open-Source-Komponenten und der Verknüpfung von Safety und Security.Unterschied zwischen Safety und Security erkennen und verstehenAbgrenzung und Gemeinsamkeiten (Gefahr versus Bedrohung, Gefahr für Menschen, Bedrohung für technische Systeme)Codierung versus VerschlüsselungWieviel Safety braucht Security? ? ?better safe than sorry?Beispielhaft werden wir gemeinsam einen Safety-Plan entwickeln ? auch unter Berücksichtigung typischer Anforderungen aus dem KRITIS-Umfeld.