Im Arbeitsalltag der Palliativbegleitung nimmt die Schmerzerfassung eine zentrale Rolle ein, weil unbehandelte Schmerzen die letzte Lebensphase erheblich belasten können. Bei Sterbenden ist eine reine Selbstauskunft oft nicht mehr möglich. Der Kurs vermittelt strukturierte Beobachtung in dieser besonderen Situation.
!Kursinhalt
!1. Schmerz im Sterbeprozess
*Akute, chronische und totale Schmerzanteile
*Einfluss von Bewusstseinslage
*Bedeutung psychischer und sozialer Anteile
!2. Beobachtung statt Selbstauskunft
*Mimische Hinweise
*Atmung, Lautäußerungen, Körperspannung
*Veränderungen während Pflegehandlungen
!3. Einsatz strukturierter Instrumente
*BESD und vergleichbare Skalen
*Dokumentation von Verlaufswerten
*Grenzen der Instrumente
!4. Anschluss an die palliative Versorgung
*Übergabe an Ärzteteam
*Wirkkontrolle nach Medikation
*Einbezug der Angehörigen
!Berufliche Relevanz
*Beitrag zu einer schmerzarmen Sterbephase
*Sicherheit in einer hochsensiblen Beobachtungssituation
*Stärkung der Position der begleiteten Person