Die Anforderungen an IT-Sicherheitsarchitekturen haben sich grundlegend verändert: Das klassische Perimeter-Modell, das allem innerhalb des Netzwerks vertraut, genügt modernen Bedrohungsszenarien nicht mehr. Zero Trust setzt auf das Prinzip never trust, always verify und fordert für jeden Zugriff auf IT-Ressourcen eine explizite Verifizierung von Identität, Gerät und Kontext. Die Umsetzung einer Zero-Trust-Architektur erfordert Kenntnisse in den Bereichen Identitätsmanagement, Netzwerksegmentierung und kontinuierlichem Monitoring.
Kursinhalt1. Grundprinzipien und Architekturkonzepte des Zero Trust
- Kernprinzipien: Verify Explicitly, Least Privilege, Assume Breach
- Zero-Trust-Architekturmodell nach NIST SP 800-207
- Abgrenzung zum traditionellen Perimeter-Sicherheitsmodell
2. Identitäts- und Geräteverifizierung
- Identitätsbasierte Zugriffssteuerung als Kern von Zero Trust
- Device Compliance und Endpoint Security
- Kontinuierliche Authentifizierung und risikobasierter Zugriff
3. Netzwerksegmentierung und Mikrosegmentierung
- Ablösung flacher Netzwerke durch Mikrosegmentierung
- Software-Defined Perimeter (SDP) und Zero Trust Network Access (ZTNA)
- Anwendungsfall: sichere Remote-Zugriffsarchitektur
4. Monitoring und kontinuierliche Risikoanalyse
- Kontinuierliches Logging und Verhaltensanalyse
- SIEM-Integration im Zero-Trust-Kontext
- Adaptive Zugriffssteuerung basierend auf Risikowerten
Berufliche Relevanz
- Zero-Trust-Kenntnisse werden in IT-Security-Architektur- und Cloud-Security-Positionen gefordert
- Ermöglicht die Absicherung hybrider und Cloud-nativer Umgebungen
- Grundlage für moderne Sicherheitsstrategien in regulierten Branchen