Wunden können durch unterschiedlichste Ursachen entstehen. Diese Ursachen und weitere Faktoren verhindern oft ein Abheilen akuter Wunden. Daraus ergibt sich oft die Entstehung von chronischen Wunden.
Betroffene erleben durch chronische Wunden erhebliche Einschränkungen in der eigenen Lebensqualität. Durch das zeitlich lang andauernde Bestehen der Wunde kommt es zu Einschränkungen und Belastungen nicht nur für den Betroffenen, sondern auch der Angehörigen und der Bezugspersonen.
Chronische Wunden stellen aber auch für Pflegende Probleme in fast allen pflegerischen Versorgungsbereichen dar. Zur Versorgung und Betreuung von Menschen mit chronischen Wunden wurden in den letzten Jahren eine unüberschaubare Menge von spezialisierten Produkten und Leistungen entwickelt.
Leider kommt es sehr häufig zu unkoordinierter Anwendung. Daraus resultieren oft unnötig lange Heilungsprozesse, unnötige Kosten und schlechte Versorgungsqualitäten.
Diese Defizite resultieren nicht aus den einzelnen Produkten oder der Durchführung medizinisch pflegerischer Handlungen. Sie sind darin begründet, dass es häufig nur zu unzureichender, mangelnder und nicht sinnvoller Auswahl und Kombination der Versorgungsprodukte und Versorgungsmöglichkeiten kommt.
Die Teilnehmenden lernen die Komplexität der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden am Beispiel der im Expertenstandard erfassten chronischen Wunden Dekubitalulcera, Ulcus cruris und Diabetisches Fußulcus kennen. Den TN wird notwendiges Fachwissen und strukturiertes Vorgehen für die konkrete Versorgung vermittelt. Sie reflektieren die eigene Rolle und wissen um die Wichtigkeit des vernetzten interprofessionellen Vorgehens.
Abschluss (nach Bestehen der Prüfungsteile):
Wundexpertin/Wundexperte ICW e.V., das Zertifikat hat eine Gültigkeit von 5 Jahren
Leistungsnachweise:
Schriftliche Prüfung (90 Minuten)
16-stündige Hospitation
Erstellen einer Hausarbeit (5 Seiten) innerhalb von 12 Wochen nach der schriftlichen Prüfung