Gewaltsituationen können in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe in verschiedenster Form auftreten. Teilweise gelten sie sogar als Berufsrisiko. Gleichzeitig besteht die gesetzliche Verpflichtung, das Auftreten von Gewalt in den Einrichtungen und Diensten zu verhindern. Viele soziale Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Gewaltschutzkonzepte entwickeln zu müssen.

In diesem Seminar erlangen Fachkräfte der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen das Wissen für die Tätigkeiten als Präventions- und/oder Meldebeauftragte vermittelt

In den sechs Tagen der Weiterbildung werden folgende Themen behandelt:


Wie entsteht Gewalt? - Grundlagen, Begriffsklärung, Erscheinungsformen, Risikofaktoren
Wer übt wem gegenüber Gewalt aus? - Ebenen der Gewalt
Wo fängt Gewalt an? - Schwierigkeiten und Grenzüberschreitungen wahrnehmen und thematisieren, Kommunikation und Körpersprache
Präventionsmöglichkeiten - Analyse von krisen- und gewaltfördernden Aspekten, Stärkung der Ressourcen als Element der Gewaltprävention
Interventionsmöglichkeiten - Analyse zur Verfügung stehender Interventionen, Interventionsketten für vermeintlich unbegründete oder begründete Vorfälle, Verdachtsfälle und vermutete Vorfälle
Entwicklung und Formulierung eines institutionellen Präventions- und Interventionskonzeptes als Bestandteil des Rahmenschutzkonzeptes
Partizipation der Nutzer/-innen - Präventions- und Interventionsmaßnahmen nachvollziehbar gestalten, Nutzer/-innen an der Ausgestaltung des Schutzkonzeptes beteiligen und an der Umsetzung mitwirken lassen