Anderen helfen, sich selbst so weit als möglich zu verwirklichen, ist eine wunderbare Aufgabe. Ergotherapeuten/-therapeutinnen leisten hierzu ihren Beitrag, indem sie Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit teilweise eingeschränkt sind, in therapeutischen Prozessen anleiten, begleiten und unterstützen. Um diese anspruchsvolle wie vielseitige Aufgabe bewältigen zu können, benötigen sie selbst immer wieder Inspiration und Förderung von außen – sei es, um neue kreative Techniken zu erlernen, sei es, um ihr medizinisches und therapeutisches Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Darüber hinaus gehören Ergotherapeuten zu jener Berufsgruppe, die gemäß Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) zu einer regelmäßigen Fortbildung verpflichtet ist. Gute Gelegenheiten bieten sich hierfür reichlich; so bietet beispielsweise der Deutsche Verband der Ergotherapeuten e. V. einen eigens konzipierten Lehrgang zur Sensorischen Integrationstherapie an.* Aber auch im KURSNET der Agentur für Arbeit, bei regional ansässigen Bildungsträgern oder in Fernakademien finden Ergotherapeuten eine breite Auswahl an Anpassungsqualifizierungen und Aufstiegsweiterbildungen.
Weiterbildung für Ergotherapeuten/-therapeutinnen: Aufstiegsmöglichkeiten
WuU.de Redaktion
Kurse in Therapie & Heilkunde
Ergotherapeut/ Ergotherapeutin
Anpassungsweiterbildung und Spezialisierung
Zu den Anpassungsweiterbildungen gehören all jene Kurse und Seminare, die im Hinblick auf eine bestimmte Zielgruppe oder bestimmte ergotherapeutische Verfahren konzipiert sind. So können sich Ergotherapeuten/-therapeutinnen beispielsweise zum/zur Fachtherapeuten/Fachtherapeutin für Gerontopsychiatrie fortbilden, ihre Kenntnisse in der Pädiatrie erweitern oder sich mit den speziellen Bedürfnissen von Personen mit visuellen Wahrnehmungsstörungen oder motorischen Entwicklungsstörungen befassen. Neben Entspannungstechniken und Methoden der Musik- und Kunsttherapie stehen auch Beratung, Mitarbeiterführung oder Management als Fort- und Weiterbildungen zur Verfügung. Letztere sind besonders all jenen zu empfehlen, die die Gründung einer eigenen Praxis erwägen.
Aufstiegsweiterbildung
Wer nicht allein spezielle Fachkenntnisse erwerben oder vertiefen will, wer sich beruflich verbessern oder verändern möchte, sollte sich das Angebot an Aufstiegsweiterbildungen genauer anschauen. An die schulische Ausbildung zum/zur Ergotherapeuten/Ergotherapeutin und die erste Berufspraxis schließen Aufstiegsweiterbildungen zum/zur Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in für Ergotherapie an. Die Unterrichtsformen sind frei wählbar; die Fortbildungen werden als Wochenendlehrgänge, als Fernstudium, in Teilzeit oder in Vollzeit angeboten. Speziell für die Ausbildung zum/zur Betriebswirt/-in wird allerdings vorausgesetzt, dass die Bewerber/-innen über berufliche Praxis oder den Nachweis der Fachhochschulreife verfügen. Als Studiengänge, die der Aufstiegsweiterbildung dienen, sind die Bachelorstudiengänge Ergotherapie, Physiotherapie und Heilpädagogik besonders geeignet. Wer tatsächlich in die Führungsetagen möchte, sollte erwägen, anschließend noch einen Master zu erwerben, beispielsweise im Aufbaustudiengang Pflegemanagement/Pflegewissenschaft.
Vorteile durch die berufliche Weiterbildung für Ergotherapeuten (m/w)
Das Bruttoeinkommen durch Weiterbildung verbessern
Die Einstiegsgehälter von Ergotherapeuten/-therapeutinnen differieren in Abhängigkeit von der Art der Beschäftigung, dem zugrunde liegenden Tarifvertrag und auch den individuellen Merkmalen, zu denen beispielsweise der Familienstand oder das Alter gehören. Ergotherapeuten/-therapeutinnen können nach öffentlichen oder unternehmenseigenen Tarifverträgen bezahlt werden, in kleineren Praxen und Einrichtungen wird das Gehalt zumeist frei verhandelt. In der Regel handelt es sich dabei um ein monatliches Grundgehalt, in einzelnen Fällen werden aber auch Verträge abgeschlossen, die eine Bezahlung nach Einheiten vorsehen. Je nach Art der absolvierten Weiterbildung wird sich diese in unterschiedlicher Weise auf eine Erhöhung des Bruttogehaltes auswirken. Wer sich fachlich höher qualifiziert oder spezialisiert, hat ggf. die Möglichkeit, in eine andere Tarifgruppe zu wechseln. Auch der Wechsel des Arbeitgebers kann sich hierauf auswirken, da beispielsweise für Krankenhäuser eigene Tarifgruppen gelten. In Verhandlungen mit privaten Trägern oder Praxen ist neben dem Umsatz, den das Unternehmen zu erwarten hat, auch das Verhandlungsgeschick entscheidend; bringen die Bewerber/-innen Qualifikationen mit, die dort dringend benötigt werden, steigen auch die Chancen, die eigenen Gehaltsvorstellungen durchzusetzen. Wer im Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Aufstiegsweiterbildung von der ausübenden Praxis in die Führungsetage wechselt, darf gewiss mit einer Erhöhung seines Bruttolohnes rechnen.
Neue Aufgaben und Herausforderungen annehmen
Allerdings ist der Wechsel in die Führungsetage auch mit einer kompletten Neugestaltung der eigenen Arbeit, mit anderen Tätigkeitsschwerpunkten und Aufgaben verbunden. In größeren Unternehmen wird der/die Ergotherapeut/-in dann ganz auf seine frühere therapeutische Tätigkeit verzichten und sich stattdessen auf Management, Marketing und Mitarbeiterführung konzentrieren sowie betriebswirtschaftliche Aufgaben übernehmen. In kleineren Praxen und Einrichtungen werden dagegen in der Regel „Allrounder“ benötigt, die überall mit anpacken, eine Kostenabrechnung ebenso selbstständig durchführen können wie eine therapeutische Maßnahme. Dies gilt insbesondere für Existenzgründer, die eine eigene Praxis für Ergotherapie eröffnen. Doch der Stolz auf die eigene Praxis, die Freude über die Unabhängigkeit und der Wille, sich auf dem Markt einen Namen zu machen, gleichen die damit einhergehende besondere Belastung aus.
• http://www.dve.info/fort-und-weiterbildung/si-weiterbildungslehrgang.html
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"Longevity" - Die Wissenschaft des gesunden Alterns für Therapeuten
- Fortbildungsinstitut der m&i-Fachklinik Bad Pyrmont · Bad Pyrmont
ADHS - Grundlage, Diagnostik und Therapie
- ZiFF GmbH Zentrum für integrative Förderung und Fortbildung · Essen
ADHS und Sucht
- GK Quest Akademie GmbH · Heidelberg
Förderung im Job
- Aufstiegs-BAföG: nur für geregelte Aufstiegsfortbildungen wie Fachwirt, Meister oder Techniker – die Lehrgangs- und Prüfungskosten einkommensunabhängig und mit Zuschussanteil, den Lebensunterhalt einkommensabhängig.
- Qualifizierungschancengesetz: Für Beschäftigte kann die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung fördern (Ermessen); den Antrag stellt in der Regel die beschäftigte Person.
- Bildungsurlaub: regelt jedes Bundesland selbst – in Bayern und Sachsen gibt es keinen Anspruch.
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Gehalt, Zukunft und Arbeitsmarkt
Gehalt & Perspektive
Gehalt und Perspektive nach dem Abschluss – eine Weiterbildung ist kein Gehalts-Automatismus.
Brutto pro Monat, Vollzeit.
Zielberuf
- Ergotherapeut/in (Ausbildung)
- 3.475 €
* Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 07/2026 · Datenquellen
KI & Zukunft
Was KI für diesen Beruf bedeuten kann – als Veränderungs-Potenzial von Tätigkeiten, nicht als Jobverlust-Prognose.
* Quellen: ILO Working Paper 140 (Gmyrek et al. 2025, CC BY 4.0); Eloundou et al. 2024 (US-Näherung) · Datenquellen
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