Zum Inhalt springen
WWuU.de

Fernstudium Bachelor Energiewirtschaft/Energiemanagement

WuU.de Redaktion

Berufsperspektiven mit einem Fernstudium in Energiewirtschaft/Energiemanagement

Der effektive Einsatz von Ressourcen, die Steuerung von Energiebedarfen und der zukunftsweisende Umstieg auf erneuerbare Energien stellen Unternehmen und Energiekonzerne vor neue Herausforderungen. Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wächst, die Kenntnisse der Energiewirtschaft und Managementkompetenzen in sich vereinen. Denn nicht nur das Beschaffen und die Energieeffizienz, auch die Nachrüstung von Produktionstechniken und das Optimieren der gesamten auf Energie basierenden Wertschöpfungskette ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Zugleich steigen die Anforderungen an die Umweltverträglichkeit und die Umsetzung gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Das Fernstudium Bachelor Energiewirtschaft bzw. Energiemanagement bereitet Studierende auf die daraus resultierenden spannenden Aufgaben im Energiewirtschaftsmanagement vor. Die interdisziplinäre Ausbildung kann den Weg in Positionen im mittleren und höheren Management ebnen. Im Zuge der Energiewende und des internationalen Wettbewerbs gewinnt diese Schnittstelle zwischen Energie und Management in vielen Unternehmen an Bedeutung. Mit der internationalen Ausrichtung des Studiums qualifizieren sich die Absolventinnen und Absolventen für weltweit agierende Unternehmen oder Positionen im Ausland.

Typische Arbeitgeber sind die Energiebranche, aber auch die Industrie, das produzierende Gewerbe und der öffentliche Dienst. In der freien Wirtschaft können die Fachkräfte außerdem für Consulting-Unternehmen arbeiten oder sich mit eigenen Angeboten selbstständig machen. Nicht zuletzt gibt es auch große Immobilienunternehmen, die einen Bedarf an diesen Fachkräften haben.

Welche Vorteile ergeben sich durch das Fernstudium Energiewirtschaft/Energiemanagement?

Gehalt

Beim Gehalt gibt es eine sehr große Spanne. Es hängt unter anderem von der Region, der Unternehmensgröße, der Branche, der Position und dem eigenen Abschluss ab: Große Konzerne zahlen häufig mehr als kleine Unternehmen, und ein Masterabschluss kann sich ebenfalls auswirken. Aktuelle Gehaltsdaten nach Beruf und Region zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Arbeitsgestaltung

Die Stellenbezeichnungen lauten in der Regel Energiewirtschaftsmanagerin bzw. Energiewirtschaftsmanager oder Energiemanagerin bzw. Energiemanager. Damit ist die wesentliche Funktion dieser Fachkräfte gleich umrissen. Sie managen alle Details rund um die Ressource Energie. Die Aufgaben dagegen sind je nach Unternehmen und Stelle sehr verschieden.

Die Fachkräfte sind in erster Linie dafür verantwortlich, die Ressource Energie günstig zu beschaffen, den Bedarf zu ermitteln und immer wieder anzupassen und die Energieeffizienz zu steigern. Während die Ingenieurs- oder Informatikberufe für Teilbereiche dafür verantwortlich sind, bekleiden die speziell ausgebildeten Spezialistinnen und Spezialisten die leitenden Managementpositionen. Das beinhaltet häufig Personal- und Budgetverantwortung sowie eine hohe Erwartung der Arbeitgeber an das eigene Engagement. Überstunden sind folglich keine Seltenheit. In Industrieunternehmen sind auch Schichtdienste möglich.

Die konkreten Aufgaben reichen tief in die einzelnen Abteilungen hinein. Sie beinhalten die Optimierung betriebswirtschaftlicher Daten in Bezug auf Energie, das Definieren von Handlungsoptionen und die Umsetzung von Strategien. Dabei spielen zentrale Messwerte zum Energieverbrauch und dem effektiven Einsatz von Energie eine wichtige Rolle. Auf Basis von Messdaten prognostizieren die Fachkräfte Lastenprofile und den zukünftigen Energieverbrauch oder finden Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz. Das findet in der Konsequenz Niederschlag in die Kalkulation von Kosten und damit auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Verantwortung und der Einfluss der Energiewirtschaftsmanagerinnen und -manager bzw. Energiemanagerinnen und -manager sind in vielen Positionen daher groß.

Ein weiterer typischer Einsatzbereich ist der Energiehandel bei Energieanbietern. Die Fachkräfte kaufen Energie aus eigenen Kraftwerken oder von der Börse möglichst niedrig ein, um den Bedarf des Unternehmens im (Weiter-) Verkauf zu decken. In dieser sehr bedeutenden Funktion haben sie direkten Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Durch die im Fernstudiengang vermittelten Sprachkenntnisse können die Absolventinnen und Absolventen grenzüberschreitend in internationalen Konzernen oder im Ausland arbeiten. Das schafft Herausforderungen an die Anpassungsfähigkeit, bietet aber auch Chancen zur interkulturellen und persönlichen Weiterentwicklung.

Ablauf und Dauer des Fernstudiengangs Energiewirtschaft/Energiemanagement

Das Fernstudium Bachelor Energiewirtschaft bzw. Energiemanagement ist häufig auf sechs bis sieben Semester ausgerichtet; die genaue Regelstudienzeit legt die jeweilige Hochschule fest. Wer das Fernstudium berufsbegleitend absolvieren möchte, kann bei vielen Hochschulen die Lehrinhalte pro Semester reduzieren und dafür die Studiendauer verlängern. Ob eine Verlängerung zusätzliche Kosten verursacht, regeln die Hochschulen unterschiedlich.

Die Inhalte sind modular aufgebaut. Anfangs sind die Themen vorgegeben, im Laufe des Studiums können die Studierenden einzelne Themenkomplexe über Wahlmodule vertiefen. Sie lernen zum größten Teil allein zu Hause, nehmen aber auch an Online-Seminaren teil oder tauschen sich im Online-Campus aus. Zum Ende der Semester stehen jeweils Klausuren an. Diese finden je nach Hochschule an Prüfungsorten vor Ort oder online statt.

Im Rahmen des Fernstudiums ermöglichen einige Anbieter außerdem Auslandssemester oder Auslandspraktika. Diese Angebote sollten Studierende in Erwägung ziehen, um ihre eigenen Berufschancen zu verbessern. Das gilt auch für zusätzliche Praktika, die sie in verschiedenen Unternehmen absolvieren können.

Hinweis: An einigen Fernhochschulen ist der Bachelorstudiengang Energiewirtschaft bzw. Energiemanagement an eine berufspraktische Phase gekoppelt. In dieser lernen die Studierenden das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. Vor Studienbeginn sollten sie jedoch prüfen, in welcher Form dieses Angebot stattfindet und ob es in die persönliche Lebensplanung passt.

Das Studium endet mit der Bachelor-Thesis und den Abschlussprüfungen. Bestehen die Studierenden, verleiht die Hochschule je nach Studiengang den akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.), Bachelor of Science (B.Sc.) oder – bei technischerer Ausrichtung – Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Inhalte des Fernstudiums

Das Fernstudium Bachelor Energiewirtschaft bzw. Energiemanagement stellt das Thema Energie in den Mittelpunkt. Hinzu kommen betriebswirtschaftliche Themen, die Ausbildung von Managementfähigkeiten und Sprachkenntnissen. Die genauen Module unterscheiden sich zwischen den Fernhochschulen. Allgemein können die Studierenden aber folgende Inhalte erwarten:

  • Energiewirtschaft/Energiemärkte,
  • Energieversorgung,
  • politische und rechtliche Rahmenbedingungen,
  • Energietechniken,
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen,
  • Wirtschaftsmathematik,
  • Statistik,
  • Informatik,
  • Projektmanagement,
  • Personalmanagement,
  • Sprachen (Englisch, ggf. weitere Angebote),
  • interkulturelle Kompetenzen,
  • Marketing.

Vertiefungs- und Spezialisierungsstudium

Im fortlaufenden Studium können die Studierenden Themenbereiche vertiefen und sich spezialisieren. Zu den Vertiefungsangeboten gehören häufig Themen wie Energieeffizienz, Netzmanagement, Energy-Contracting, Energiehandel oder Energie und Umwelt sowie Energiewirtschaftspolitik. Durch eine solche Spezialisierung schärfen die Studierenden ihr Profil für den Arbeitsmarkt. Technischer ausgerichtet sind verwandte Fernstudiengänge wie Energieinformatik oder Energieverfahrenstechnik.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge für Energiewirtschaft/Energiemanagement

Der Bachelorabschluss berechtigt die Absolventinnen und Absolventen, einen Masterstudiengang zu starten. Es gibt zwar eine Vielzahl Präsenzstudiengänge, die Energiewirtschaft oder Energiemanagement thematisieren. Allerdings sind viele davon in speziellen Fachbereichen verortet. Daher ist es häufig nicht leicht, inhaltlich geeignete Aufbaustudiengänge zu finden. Als Fernstudium bieten die Hochschulen nur wenige Masterstudiengänge mit diesem Schwerpunkt an, und das Angebot ändert sich laufend. Einen Überblick über berufsbegleitende Masterangebote gibt die Seite zum Master-Fernstudium.

Kosten und Voraussetzungen für das Energiewirtschafts-/Energiemanagement-Fernstudium

Persönliche Voraussetzungen

Das Fernstudium fordert eine große Disziplin und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und zu organisieren. Auch inhaltlich verlangt der Bachelor-Fernstudiengang ein breites Eigenschaftsprofil. Neben Wissen um den Energiemarkt und Wirtschaftskompetenzen sind auch Sprachfähigkeiten und naturwissenschaftliches Wissen gefragt. Ideal ist es, wenn Studierende folgende Eigenschaften mitbringen:

  • gute Mathematikkenntnisse,
  • gute naturwissenschaftliche Kenntnisse,
  • sehr großes Interesse an Energiethemen,
  • analytisches Denken,
  • gute Kommunikationsfähigkeit,
  • Sozialkompetenzen,
  • gute Englischkenntnisse,
  • Organisationsfähigkeit,
  • wirtschaftliches Denken.

Zugangsvoraussetzungen für das Fernstudium

Um das Bachelor-Fernstudium starten zu können, müssen die Studierenden in der Regel keinen Numerus clausus erfüllen. Abitur oder Fachhochschulreife sind ausreichend. Außerdem ist es möglich, mit einer beruflichen Qualifikation auf Meisterniveau das Studium zu beginnen. Darüber hinaus ist dies auch mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und einer anschließenden Berufserfahrung von mindestens drei Jahren möglich – in der Regel für ein fachlich verwandtes Studium und je nach Bundesland nach einer Eignungsprüfung oder einem Probestudium. Die Einzelheiten regelt das Hochschulrecht des jeweiligen Bundeslands.

Die Zugangsvoraussetzungen sind u. a. ideal für Energieberaterinnen und Energieberater, die den Weg über eine Ausbildung in den Beruf gefunden haben und sich nun akademisch weiterbilden möchten. Das Studium kann ihnen den Weg in Managementaufgaben öffnen.

Kosten eines Fernstudiums in Energiewirtschaft/Energiemanagement

Die Kosten unterscheiden sich je nach Hochschule, Studiendauer und Studienmodell; aktuelle Preise nennen die Hochschulen in ihren Studienangaben. Zu den reinen Studiengebühren können Prüfungsgebühren sowie Gebühren für Klausuren und Arbeitsmaterialien hinzukommen. Weiterbildungskosten können unter Umständen als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden; im Einzelfall klärt das Finanzamt oder eine Steuerberatung.

Fernstudium Bachelor Energiewirtschaft/Energiemanagement: Fördermöglichkeiten

Um die Kosten des Studiums zu finanzieren, stehen den Studierenden mehrere Fördermöglichkeiten offen. Zum einen können einige Studierende von Stipendien profitieren. Diese sind meistens an die Lebenssituation oder den Studienort gebunden. Neben vielen anderen Institutionen vergeben einige Energiekonzerne Stipendien für diesen Studienbereich, sofern die Studierenden weitere Voraussetzungen erfüllen. Auch der Arbeitgeber kann sich an den Studienkosten beteiligen. Die Chancen sind dann groß, wenn das Unternehmen von der neuen Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitiert. Ein weiterer Weg ist ein Studienkredit. BAföG kommt nur für ein Studium in Betracht, das die Arbeitskraft im Allgemeinen voll in Anspruch nimmt (§ 2 Abs. 5 BAföG) – also für ein Vollzeit-Fernstudium, nicht für ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium; außerdem müssen die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Ob eine Förderung möglich ist, hängt von Ihrer Situation ab – der Förder-Check zeigt die Wege.

Weitere Ratgeber